Eine isländische KosmopolitinDie Ausstellung wurde erstmals im Jahr 2004 im Scandinavian House in New York präsentiert.
Louisa
Matthiasdottir, geboren im Jahre 1917, gehörte zu einer neuen
Künstlergeneration in Island und entwickelte sich zu einer der
bedeutendsten Malerinnen des Landes. Sie studierte Malerei in
Kopenhagen, Paris und New York, wo sie bis zu ihrem Tod lebte und
arbeitete.
Trotz ihrer internationalen Ausbildung und ihrer
Beteiligung an der entstehenden amerikanischen Kunstszene der
Nachkriegszeit, zeigt die Kunst von Louisa Matthiasdottir sie als eine
sehr private Persönlichkeit, die sich auf ihren unmittelbaren Familien-
und Freundeskreis konzentrierte sowie auf die Landschaften und
Ansichten Islands, das sie ihr Leben lang regelmäßig besuchte. Obwohl
ihr Werdegang einen turbulenten Zeitraum westlicher Politik und Kunst
umfaßt, ist ihr Werk doch bemerkenswert konsistent und persönlich. Ihre
ästhetische Sensibilität und ihre Beherrschung der Maltechnik sind
schon in ihren Frühwerken voll ausgebildet. Und sie hat ihren Stil
weitgehend unberührt von den Kunstströmungen weiterentwickelt, auf die
sich so viele ihrer Zeitgenossen einließen. Ihre Gemälde zeigen jedoch
ein tiefes Verständnis der Fragen der Kunst des zwanzigsten
Jahrhunderts. Sie bleiben heute so frisch und ansprechend wie sie das
zu ihrer Zeit waren. Die Botschaft von Island dankt der
American-Scandinavian Foundation und der Familie von Louisa
Matthiasdottir für die Zusammenarbeit sowie Landsbanki Íslands und
Icelandair für die großzügige Unterstützung.