Die Architektur des Felleshus Ahornholz, Glas und Sichtbeton
Das Felleshus befindet sich im südlichen Bereich des Botschaftsgeländes. Die
Architekten Berger und Parkkinen konzipieren ein repräsentatives
Gebäude für die Nordischen Botschaften, das ihnen als gemeinsames
Fenster zur Öffentlichkeit dient. Das öffentlich zugängliche
Felleshus (Gemeinschaftshaus) vereint Sicherheits,- Arbeits- und
Repräsentationsfunktionen aller fünf Botschaften. Das Haus dient auch
als zentrale Passage zu den Botschaften. Der Name des Gebäudes,
Felleshus, deutet auf den Geist des Gebäudes und seine Nutzung hin –
ein Haus für alle, ein Haus der Begegnung. Dem Publikum bietet das
Felleshus ein Auditorium für Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und
Konferenzen, Ausstellungsräume, Tagungsräume, eine große Terrasse und
eine öffentliche Kantine. Die Fassade des Hauses ist mit Ahornholz
verkleidet. Der Eingang öffnet sich in Form einer zentral platzierten
haushohen Glasfront. Die glasüberdachte Eingangshalle erstreckt sich
über alle Geschosse und wird von schlanken Säulen flankiert. Im ersten
Obergeschoss öffnen sich eine weitläufige Ausstellungsfläche und die
Terrasse. Ein Stockwerk höher befindet sich die Nordische Kantine.
Wände und Säulen im Felleshus bestehen aus Sichtbeton. Ahornholz
schafft dazu eine warme, helle Atmosphäre. Der Boden ist mit hellem
schwedischem Marmor bedeckt. Das Gebäude ist der öffentliche
Raum des Gesamtkomplexes und präsentiert den Besuchern ein
funktional-modernes und einladendes Ambiente. Das architektonische Gesamtkonzept Die
Botschaften der Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und
Schweden sowie das gemeinsame Felleshus sind in einem architektonischen
Ensemble vereint. Ein geschwungenes grünes Kupferband umschließt dieses
Ensemble. Im Inneren hat jedes Land ein eigenes Botschaftsgebäude. Die
Idee von fünf nationalen Botschaftskanzleien entspricht der Grundidee
nationaler Eigenständigkeit. Mit der Schaffung eines Botschaftskomplexes
mit einem öffentlichen Gebäude, dem Felleshus/Gemeinschaftshaus, zeigt
sich die starke Verbundenheit und die gesellschaftliche und politische
Zusammenarbeit der Nordischen Länder. Das fast 230 Meter lange
und 15 Meter hohe Kupferband ist das Markenzeichen des Entwurfs der
österreichisch-finnischen Architekten Berger und Parkkinen. Es besteht
aus rund 4.000 vorpatinierten Lamellen und verleiht dem Komplex ein
einheitliches Erscheinungsbild nach außen. Es werden Materialien wie
Kupfer verwendet, die allein durch ihre natürlichen Eigenschaften
überzeugen, ohne jegliche Behandlung oder Veredelung ihrer Oberflächen. Die
Fläche innerhalb des Kupferbandes, die Plaza, ist von geometrischen
Linien durchzogen. Die Schnittkanten dieser Linien formen den Platz, die
Schneisen formen Straßen zwischen den einzelnen Botschaftsgebäuden.
Dabei definieren die Seiten der vier sich kreuzenden Schneisen die
Grenzen der Botschaftsgebäude. Diese sind so gruppiert, wie die
Nordischen Länder auf einer Landkarte vorzufinden sind. Die drei
Wasserbecken zwischen den Gebäuden wiederum verweisen auf die
verbindenden Meere zwischen den Nordischen Ländern.
|
 |
|
 |
 |
|
Nordische Länder
Fakten
Die Staaten Nordeuropas und ihre autonomen Gebiete werden gern als
Nordische Länder bezeichnet. Zu ihnen gehören Dänemark, Grönland, die
Färöer-Inseln, Finnland, Åland, Island, Norwegen und Schweden. Die
Färöer und Grönland gehören zu Dänemark. Åland ist ein Teil Finnlands.
> mehr
Die Staaten Nordeuropas und ihre autonomen Gebiete werden gern als
Nordische Länder bezeichnet. Zu ihnen gehören Dänemark, Grönland, die
Färöer-Inseln, Finnland, Åland, Island, Norwegen und Schweden. Die
Färöer und Grönland gehören zu Dänemark. Åland ist ein Teil Finnlands.
In
allen Nordischen Ländern zusammen wohnen cirka 25 Millionen Menschen.
Die Besiedelungsdichte ist sehr unterschiedlich. So wohnen etwa in
Island 3,4 Einwohner pro km2, in Finnland 17,4 und in Dänemark 127,6
Einwohner pro km2. (Stand 2007 / 2008) Die Einwohnerzahl der
Hauptstädte liegt zwischen einer und zwei Millionen. Im dänischen
Kopenhagen leben cirka 1,6 Millionen Menschen, im finnischen Helsinki 1
Million, im norwegischen Oslo 1,05 Millionen und im schwedischen Stockholm
1,9 Millionen Menschen. Reykjavík in Island hat mit ca. 191.000 Einwohnern
deutlich weniger Hauptstädter.
Dänemark, Norwegen und Schweden
sind konstitutionelle Monarchien; Island und Finnland sind Republiken.
Alle Länder haben demokratische Verfassungen, deren Wurzeln bis ins 19.
Jahrhundert zurückreichen. Die Macht der jeweiligen Staatsoberhäupter
ist relativ begrenzt.
Die Flaggen der Nordischen Länder weisen
eine Gemeinsamkeit auf: das skandinavische Kreuz. Es teilt die
Grundfläche der Flagge horizontal in gleich große Hälften und ist zur
Stangenseite hin verschoben. Das skandinavische Kreuz tauchte erstmals
1219 auf einer nordischen Flagge auf, dem dänischen Dannebrog.
Dänemark, Finnland und Schweden sind Mitglieder der Europäischen Union. Der NATO gehören Dänemark, Island und Norwegen an.
< weniger
Zusammenarbeit
Die Nordische Zusammenarbeit basiert auf einem gemeinsamen Kulturerbe,
einer gemeinsamen Geschichte und gemeinsamen Wertvorstellungen im
Hinblick auf Menschen, Demokratie und Gerechtigkeit.
> mehr
Die nordische Zusammenarbeit basiert auf einem gemeinsamen Kulturerbe,
einer gemeinsamen Geschichte und gemeinsamen Wertvorstellungen im
Hinblick auf Menschen, Demokratie und Gerechtigkeit. Die
offizielle nordische Zusammenarbeit wird von zwei Foren geleitet: Dem
Nordischen Rat und dem Nordischen Ministerrat. Der Nordische Rat wurde
1952 gegründet und hat seinen Sitz in Kopenhagen. Er hat 87 Mitglieder,
die die fünf Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden
sowie die drei autonomen Gebiete Färöer, Grönland und Åland
repräsentieren. Die Arbeit des Rates wird in fünf Fachausschüssen
koordiniert: Die Bereiche sind Kultur / Bildung / Ausbildung, Sozialwesen,
Bürger- / Verbraucher-Rechte, Umwelt / natürliche Ressourcen sowie
Firmen / Industrie. Der Nordische Rat vergibt jährlich Preise für herausragende Leistungen in Kultur und Umweltschutz: Literaturpreis des Nordischen Rates Musikpreis des Nordischen Rates Filmpreis des Nordischen Rates Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates Diese Auszeichnungen sind mit einem hohen Renommee und einem Preisgeld von jeweils ca. 45.000 Euro verbunden. Das
zweite maßgebliche Forum der Zusammenarbeit auf offizieller Ebene ist
der 1971 gegründete Nordische Ministerrat. In ihm kooperieren die
Regierungen der Nordischen Staaten. Weitere Informationen über die nordische Zusammenarbeit:www.norden.orgwww.norden.iswww.norden.nowww.norden.sewww.hallonorden.orgwww.skandinavien.deNordische Häuser in den Nordischen Ländern:www.bryggen.dk Nordatlantisches Haus Brygge in Kopenhagen www.napa.gl Nordisches Institut auf Grönland www.nifin.helsinki.fi Nordisches Institut in Finnland www.nipa.ax Nordisches Haus auf Åland www.nlh.fo Nordisches Haus auf den Färöern www.nordice.is Nordisches Haus in Island Nordische Institute in Berlin:www.kulturhus-berlin.de www.finnland-institut.de
< weniger
Klima
Die
nördliche Lage und der Einfluss des Golfstroms bestimmen das Klima der
Nordischen Länder. Insgesamt ist es kühler als in Mitteleuropa, jedoch
bringen die warmen Ströme des Golfstroms milde Temperaturen mit sich.
> mehr
Die
nördliche Lage und der Einfluss des Golfstroms bestimmen das Klima der
Nordischen Länder. Insgesamt ist es kühler als in Mitteleuropa, jedoch
bringen die warmen Ströme des Golfstroms milde Temperaturen mit sich.
Die mittleren Jahrestemperaturen sind relativ gering, das finnische
Helsinki zum Beispiel hat ein Jahresmittel von 5,3°C. Die Nordischen
Länder liegen in der gemäßigten Klimazone, nur Grönland, das sich
größtenteils jenseits des Polarkreises erstreckt, hat polares und
subpolares Klima.
Im Inneren von Norwegen, Schweden und Finnland
herrscht typisches Festlandklima mit kalten Wintern und warmen Sommern.
Dänemark, die Färöer und Åland haben dagegen ein ausgesprochenes
Küstenklima. In Anbetracht ihrer Breitenlage ist die Temperatur in
Island, den Färöern und an der Küste Norwegens relativ hoch – das liegt
an der Wärme des Golfstroms. Die nordischen Sommer sind kühler als
in Mitteleuropa. Der Sommer beginnt später und endet früher, die Natur
hat relativ wenig Zeit, die Früchte zur Reife zu bringen. Es gibt
natürlich auch sehr heiße Sommertage mit 30°C. Je weiter man nach
Norden kommt, um so kälter wird es. Im isländischen Reykjavík
beispielsweise liegt die durchschnittliche Juli-Temperatur bei 11,2°C.
Der
nordische Sommer zeichnet sich durch extrem lange, helle Tage aus, und
ab Juni geht die Sonne nördlich des Polarkreises gar nicht mehr unter.
Je nach Standort scheint sie bis zu vier Monate rund um die Uhr (etwa
auf Spitzbergen).
Im Winter gibt es dafür die langen, dunklen
Polarnächte. Die Sonne bleibt wochenlang unter dem Horizont
verschwunden. In vielen Regionen gibt es nur für wenige Stunden
Tageslicht. So ist es zum Beispiel in Island von November bis Januar
nur drei bis vier Stunden hell. Die Winter-Temperaturen der Nordischen
Länder sind recht unterschiedlich. In Island beispielsweise ist der
Winter unerwartet mild. Die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt
-0,4°C. In Finnland dagegen sind -20°C keine Seltenheit.
< weniger
Sprachen
Dänisch, Norwegisch, Isländisch und Schwedisch sind nordgermanische
Sprachen. Sie stammen vom Altisländischen ab. Dem Altisländischen am
nächsten steht heute das Isländische. In der Wikingerzeit ...
> mehr
Dänisch, Norwegisch, Isländisch und Schwedisch sind nordgermanische
Sprachen. Sie stammen vom Altisländischen ab. Dem Altisländischen am
nächsten steht heute das Isländische. In der Wikingerzeit (um 750 bis
1000) und im Frühmittelalter sprach man innerhalb des nordischen
Sprachraumes eher Dialekte als individuelle Sprachen, die sich mit der
Zeit jedoch immer weiter voneinander weg entwickelten. Das Finnische
gehört zu den finno-ugrischen Sprachen, ist keine indoeuropäische
Sprache und demnach im sprachlichen Sinne auch keine nordische Sprache.
Menschen mit Dänisch, Norwegisch und Schwedisch als
Muttersprache können einander verstehen, auch wenn jeder in seiner
eigenen Sprache spricht. Ein sicheres Verständnis fordert jedoch einige
Gewöhnung.
Der Grundwortschatz ist im Großen und Ganzen in den nordischen Sprachen gleich, allerdings geht das Schwedische bisweilen
eigene Wege. Dafür unterscheidet sich das Dänische bezüglich der
Aussprache.
Innerhalb der »internordischen« Kommunikation sind
die Menschen, die Norwegisch sprechen, am besten gestellt. Finnen und
Isländern fällt die internordische Kommunikation schwer. Allerdings
lernen die finnischen und isländischen Kinder in der Regel eine der
nordischen Sprachen in der Schule und sind häufig in der Lage,
internordisch zu kommunizieren.
< weniger
|  |
 |
|
|
 |
|
Architektur
 der Nordischen Botschaften
|  |
|
Fakten: Nordische Länder
 Zusammenfassung aller Themen
|  |
|