Botschaft von Finnland

Lärchenholz, Stahl und heller Beton

Die Botschaft von Finnland liegt im Osten des Botschaftsgeländes. »Kannel« lautet der Titel des – mehrfach ausgezeichneten – Entwurfs der jungen finnischen Architekten Rauno Lehtinen, Pekka Mäki und Toni Peltola aus dem damaligen Büro VIIVA Arkkitehtuuri Oy, Helsinki. Der Name bezieht sich auf ein altes finnisches Saiteninstrument, dessen Form das Botschaftsgebäude nachahmt.

Die Architektur ist einfach und schmucklos und bildet einen würdevollen und zeitlosen Rahmen für die Arbeit der Botschaft. Eine zentrale Halle bietet Zugang zu allen Etagen, die über eine weitläufige Treppe zu erreichen sind; alle Räume werden mit Tageslicht versorgt. Im kleinen Innenhof wächst eine Eberesche – in der finnischen Volksüberlieferung ein heiliger Baum –, und im Erdgeschoss findet sich eine landestypische Einrichtung, die in einer Botschaft überrascht: zwei Saunen und ein Kaminraum. Fast das gesamte moderne, teilweise in Maßarbeit angefertigte Mobiliar der Botschaft stammt aus Finnland.

Dem Gesamtkonzept des Botschaftskomplexes folgend, sind die verwendeten Materialien in ihrer puren Form eingesetzt: Holz, Glas, Stahl und heller Beton sind nicht oberflächenbehandelt, was besonders schön bei der Fassade zur Geltung kommt. Zur Plaza hin ist das Gebäude mit schlanken Lärchenholzpaneelen versehen, deren Holz im Laufe der Zeit eine graue Farbe angenommen hat. Beeindruckend ist die Fassade vor allem bei Dunkelheit, wenn von innen warmes Licht nach außen strahlt.