Architektur der Isländischen Botschaft Roter Ryolyth, Glas, Beton, Lava
Die Isländische Botschaft grenzt im westlichen Areal des Botschaftsgeländes an das Kupferband, das alle Nordischen Botschaften umgibt. Das von dem Architekten Pálmar Kristmundsson entworfene Gebäude gestaltet sich als Sinnbild der rauen Natur Islands und nimmt Bezug auf die isländische Bautradition. Die Isländische Botschaft präsentiert sich als zweigeteilter Quader, der in der Mitte einen Glashof einschließt. Der vordere, fünfgeschossige Block beherbergt die Botschaftsbüros und ist mit rotem Rhyolith verkleidet, der je nach Sonneneinstrahlung ein prächtiges Farbspiel entwickelt. Der hintere, viergeschossige Block ist mit wellenförmigen, sandgestrahlten Betonplatten versehen, die an das in Island typische Baumaterial Wellblech erinnern. Beide Gebäudeteile sind mit Gras gedeckt. Der gläserne Hof gibt die Sicht frei auf das Kupferband und ein Wasserbecken, das die Isländische und die Dänische Botschaft verbindet. Der Boden ist mit schwarzem Lavagestein bedeckt, das von unten rötlich schimmert. Die Materialien für die Außenfassade, naturbelassene Steinfußböden, Ahornparkett und die Inneneinrichtung aus unterschiedlich behandelter Lärche und Ahorn stammen aus Island.
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Fakten: Island
Flagge Blau und Weiß sind die historischen isländischen Farben, ein weißes
Kreuz auf einem blauen Grund war die Fahne der Unabhängigkeitsbewegung
Islands. 1913 wurde die heutige Flagge ... > mehr Blau und Weiß sind die historischen isländischen Farben, ein weißes Kreuz auf einem blauen Grund war die Fahne der Unabhängigkeitsbewegung Islands. 1913 wurde die heutige Flagge entworfen. Die Farben Blau, Rot und Weiß sollten das Blau der Berge, das Feuer und das Eis symbolisieren. Die Flagge wurde erst 1919 vom dänischen König Christian X. offiziell anerkannt, aber bereits bei der Ausrufung der Unabhängigkeit Islands am 1. Dezember 1918 gehisst. Als am 17. Juni 1944 die Republik ausgerufen wurde, wurde diese Flagge als Staatsflagge übernommen. < weniger Nationalhymne Die isländische Nationalhymne, der Lobgesang »Ó, guð vors lands« (»Oh,
Gott unseres Landes«), wurde ursprünglich 1874 als Choral
verfasst. Anlass war das Nationalfest zur Tausend-Jahr-Feier der ... > mehr Die isländische Nationalhymne, der Lobgesang »Ó, guð vors lands« (»Oh,
Gott unseres Landes«), wurde ursprünglich 1874 als Choral
verfasst. Anlass war das Nationalfest zur Tausend-Jahr-Feier der Besiedelung von Island. Der Text des Lobgesangs stammt vom Nationaldichter Matthias Jochumsson (1835-1920). Die Melodie komponierte Sveinbjörn Sveinbjörnsson (1847-1926), der als erster Isländer die Musikkunst zu seinem Beruf machte. Der Lobgesang wurde während eines feierlichen Gottesdienstes im Reykjavíker Dom am 2. August 1874 uraufgeführt. Vor der Gründung der Republik Island im Jahr 1944 gab es keine Nationalhymne im eigentlichen Sinn. Der Lobgesang »Ó guð vors lands« wurde jedoch im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts häufig öffentlich gesungen und erwarb sich dadurch eine Tradition als Nationalhymne. Das Gedicht ist eher ein religiöses als ein patriotisches. Die Spanne der Tonhöhe in der Komposition ist so umfangreich, dass es nicht leicht ist, sie gesanglich zu bewältigen. Das isländische Volk hat sich jedoch dadurch nicht stören lassen, obwohl es andere Hymnen gab, die leichter zu singen waren. Das Volk schätzt das Werk des Dichters Jochumsson sehr und hat die feierliche und reizvolle Melodie in sein Herz geschlossen. - Ó, guð vors lands! Ó, lands vors guð!
- Vér lofum þitt heilaga, heilaga nafn!
- Úr sólkerfum himnanna hnýta þér krans
- þínir herskarar, tímanna safn.
- Fyrir þér er einn dagur sem þúsund ár
- og þúsund ár dagur, ei meir:
- eitt eilífðar smáblóm með titrandi tár,
- sem tilbiður guð sinn og deyr.
- Íslands þúsund ár,
- Íslands þúsund ár,
- eitt eilífðar smáblóm með titrandi tár,
- sem tilbiður guð sinn og deyr.
< weniger Sprache Die isländische Sprache hat sich, verglichen mit anderen Sprachen, über
Jahrhunderte nur unwesentlich verändert. Sie ist dem Altwestnordischen,
also dem Altisländischen und Altnorwegischen, auch heute noch ... > mehr Die isländische Sprache hat sich, verglichen mit anderen Sprachen, über Jahrhunderte nur unwesentlich verändert. Sie ist dem Altwestnordischen, also dem Altisländischen und Altnorwegischen, auch heute noch sehr ähnlich. Die Eigenart, die aus einem früheren Sprachpurismus entstand, Fremdwörter durch isländische Wortschöpfungen zu ersetzen, ist heute noch sehr wirksam. Wer sich mit der Sprache etwas intensiver beschäftigt, kann seine Freude daran finden, schöne Umschreibungen zu »entschlüsseln«. Im Isländischen gibt es zum Beispiel das Wort »muna« (sich erinnern, an etwas denken). Den gleichen Ursprung hat auch das Wort »mynd« (Bild). Ein Bild ist also eine festgehaltene Erinnerung oder ein festgehaltener Gedanke. Die isländische Schrift hat einige Sonderzeichen, wie Þ / þ und Ð / ð. Sie werden wie das th im Englischen ausgesprochen. Mini-Sprachkurs IsländischGuten Tag – góðan daginn Guten Abend – gott kvöld Hallo – halló Tschüß – bless Danke – takk Entschuldigung – fyrirgefið / afsakið Felleshus: Nordische Länder – Sprachen < weniger Nationalfeiertag Mitte des 19. Jahrhunderts setzte unter der Führung des heute als
Nationalheld gefeierten Jón Sigurðsson (1811-1879) der politische
Autonomiekampf Islands ... > mehr Mitte des 19. Jahrhunderts setzte unter der Führung des heute als Nationalheld gefeierten Jón Sigurðsson (1811-1879) der politische Autonomiekampf Islands gegenüber Dänemark ein.
Zur Tausend-Jahr-Feier seiner Besiedlung im Jahr 1874 gewährte der dänische König Island sowohl eine eigene Verfassung als auch Finanzhoheit.
1904 wurde die erste isländische Regierung gebildet. Sie bestand aus einem Minister, der in Island residierte. Am 1. Dezember 1918 erlangte Island die Unabhängigkeit als souveräner Staat und wurde das Königreich Island. Der dänische Monarch war jedoch in Personalunion auch der isländische König.
Am 17. Juni, dem Geburtstag von Jón Sigurðsson, wurde 1944 die Republik Island in Þingvellir offiziell proklamiert. Dieses Datum ist heute Islands Nationalfeiertag.
An diesem Tag begehen die Isländer den Jahrestag der Gründung der Republik landesweit unter freiem Himmel mit farbenprächtigen Umzügen, Ansprachen und der Botschaft der »Bergfrau« (»Ávarp fjallkonunnar«).
< weniger Weihnachten Weihnachten heißt auf Isländisch Jól ... > mehr Weihnachten heißt auf Isländisch Jól.
Adventszeit Es gibt in Island nicht nur einen Weihnachtsmann, sondern 13 »Weihnachtskerle«, die richtig frech und mitunter auch ruppig sind. Dreizehn Tage vor Weihnachten kommt der erste Weihnachtskerl aus den Bergen herabgestiegen, an den folgenden Tagen weitere, jeden Tag einer, bis hin zu Heiligabend.
An den dreizehn Tagen vor Weihnachten stellen die isländischen Kinder allabendlich einen Schuh aufs Fensterbrett, in der Hoffnung, am anderen Morgen etwas Schönes darin zu finden.
Am 23. Dezember, auch St.-Thorlakurs-Tag genannt, wird Skata (scharf zubereiteter Rochen) gegessen, werden der Weihnachtsbaum geschmückt und die letzten Weihnachtsgeschenke besorgt. Die Geschäfte haben an diesem Tag bis Mitternacht geöffnet.
Heiligabend Am Morgen gehen viele Isländer zum Friedhof und stellen eine Kerze auf die Gräber der Angehörigen. Zum Auftakt des Heiligen Abends läuten um 18 Uhr die Kirchenglocken, und die Weihnachtszeit beginnt. Viele Isländer gehen auch in die Kirche. Zum Essen gibt es Schneehuhn (Rjúpa) oder Schweinebraten.
Weihnachtsfeiertage An einem der Weihnachtsfeiertage werden nach altem Rezept geräuchertes Lammfleisch (Hangikjöt) und Fladenbrot (Laufabrauð) serviert.
Silvester Vielerorts versammeln sich die Menschen am Lagerfeuer und zünden Feuerwerke.
Die 13 Weihnachtskerle kehren bis zum 6. Januar einer nach dem anderen in die Berge zurück. Es ist der Tag, an dem die Elfen mit dem Elfenkönig und der Elfenkönigin die Weihnachtszeit mit einem Tanz rund um ein Feuer beenden.
< weniger Ostern Ostern heißt auf Isländisch Páskar ... > mehr Ostern heißt auf Isländisch Páskar.
Gründonnerstag ist in Island ein Feiertag wie Karfreitag und Ostermontag, und viele nutzen die freien Tage für einen Skiurlaub.
Osterhasen haben in Island keine Tradition. Die Eier versteckenden Hasen sind den Isländern unbekannt, und so wird auch nicht nach Ostereiern gesucht. Dafür schenkt man den Kindern an Ostersonntag Schokoladeneier in allen Größen. Sie sind innen hohl und gefüllt mit Süßigkeiten und einem Spruch auf Papier. Um die großen Schokoladeneier ist eine Schleife gebunden, und auf ihnen sitzt ein Küken. Die Schokolade ist eine sehr feine Sahneschokolade, und natürlich wünschen sich alle Kinder, möglichst große Ostereier von den Eltern und Großeltern zu bekommen!
Die isländische Ostertradition ist jung. Die Osterzeit kam zu frühzeitig im Kalender, als dass sie als Frühlingsfest hätte gefeiert werden können. Man hat den Frühling am später angesetzten »ersten Sommertag« gefeiert. Geschenke wurden verteilt und es wurde symbolisch mit den ersten Frühlingsarbeiten angefangen. Heute noch haben die Kinder am »sumardagurinn fyrsti« schulfrei.
< weniger Sommer Das Klima in Island wird von verschiedenen Meeresströmungen
beeinflusst, zum Beispiel vom Golfstrom. Daher ist es trotz der
nördlichen Lage ... > mehr Das Klima in Island wird von verschiedenen Meeresströmungen beeinflusst, zum Beispiel vom Golfstrom. Daher ist es trotz der nördlichen Lage der Insel relativ mild und dynamisch. Manchmal sogar so dynamisch, dass man mit Recht sagen kann: Wenn einem das Wetter im Moment nicht gefällt, soll man einfach fünf Minuten warten – dann sieht es schon wieder ganz anders aus! Der Sommer ist maritim und kühl, und die Durchschnittstemperatur bleibt um die 10°C. Die Sommernächte sind hell. Mittsommer ist kein offizieller Feiertag in Island und hat keine vergleichbare Tradition wie in den anderen Nordischen Ländern. Ein isländischer Feiertag und offizieller Fahnentag ist der Seemannstag. Er wird am ersten Sonntag im Juni gefeiert. Das erste Mal wurde er 1938 in Reykjavík begangen, danach verbreiteten sich die Feierlichkeiten in Häfen und Fischerdörfern im ganzen Land. An diesem Tag werden hervorragende Leistungen, beispielsweise in der Seerettung, gewürdigt und Spiele und Wettkämpfe ausgetragen. Im Frühling und Sommer finden auch Festivals wie das Reykjavík Arts Festival und das Summer Arts Festival von Akureyri statt. Felleshus: Nordische Länder – Klima < weniger Sport Isländer treiben gern Sport. Sehr beliebt ist das Schwimmen. Durch die vielen warmen Quellen, die zum Beispiel ... > mehr Isländer treiben gern Sport. Sehr beliebt ist das Schwimmen. Durch die vielen warmen Quellen, die zum Beispiel Freiluft-Schwimmbecken füllen, ist das Schwimmen das ganze Jahr hindurch auch unter freiem Himmel möglich.
Viele Isländer mögen auch das Reiten auf Islandpferden, die für ihre vielfältigen Gangarten bekannt sind.
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