Schweden
Ausser Haus

(Working Title): Balance

Gruppenschau in der Dorothée Nilsson Gallery

14. Feb bis 18. Apr 2026

Die Gruppenausstellung »(Working Title): Balance« versammelt Werke von mit Jenny Brockmann, Nuria Fuster, Jenny Magnusson (SE), Martin Mlecko und Henrik Strömberg (SE). Der Ansturm auf die festliche Jahreszeit, gefolgt von der Ruhe zu Beginn des Jahres. Ist es schon Frühling, können wir aus dem Winterschlaf erwachen? »Working Title: Balance« entstand aus einer Sehnsucht heraus, einem Verlangen, einem gedämpften Aufruf zum Handeln. Die Ausstellung vereint Werke in unterschiedlichen Medien und Materialien: hängend, lehnend, kippend, gepresst. Wie beginnen wir? Mit einem Arbeitstitel.

Jenny Magnusson lebt und arbeitet in Göteborg, Schweden. Ihre Skulpturen untersuchen die Internalisierung von Raum, Ort, Artefakt und Materialität. In ihrer Praxis folgt die Form dem Material – nicht umgekehrt. Die gefundenen Materialien, mit denen sie arbeitet, werden weder verändert noch überarbeitet; vielmehr dürfen sie Teil einer Konstellation werden, die ein überraschendes oder humorvolles Zusammenspiel zwischen ansonsten gewöhnlichen Alltagselementen erzeugt, die sonst leicht übersehen würden.

Magnusson erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der HDK-Valand – Academy of Art and Design in Göteborg. Ihre Arbeiten wurden in Gruppen- und Einzelausstellungen in Schweden und international gezeigt, unter anderem in der Galerie Jochen Hempel und im Künstlerhaus Bethanien (Berlin), im Blue Star Contemporary Art Museum (San Antonio, Texas), im MIEC Santo Tirso (Portugal), in der Galleri Rostrum (Malmö), der Galleri Fagerstedt, der Akademie der Bildenden Künste (Stockholm), dem Moderna Museet (Stockholm), WELD (Stockholm) und dem Ystad Konstmuseum. 2020 realisierte sie das Kunst-am-Bau-Projekt Luta-Lägga-Stapla (Lehnen-Legen-Stapeln), beauftragt von der schwedischen Behörde für Kunst im öffentlichen Raum für Voksenåsen, Oslo. 2021 nahm sie an der Gruppenausstellung Towards Another World im Kunstmuseum Göteborg teil. Ihre Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Kunstmuseums Göteborg, des Schwedischen Kunstrats sowie der Sten A. Olsson Stiftung für Forschung und Kultur.

Henrik Strömberg (SE, 1970) lebt und arbeitet in Berlin. Strömberg arbeitet medienübergreifend und untersucht seine Themen, indem er Bilder und Narrative in all ihren Ausprägungen de- und rekonstruiert – von analog zu digital, von skulptural zu malerisch. Metamorphe Veränderungen, Transformation, Andersartigkeit sowie gesellschaftliche Paradigmen prägen seine Arbeit und lassen Fotografie, Skulptur und Malerei ineinander übergehen. »Ich arbeite mit der Idee von Metamorphose, Verfall und der Transformation von Materialien; mit skulpturalen Objekten und ihrer fotografischen Dokumentation sowie mit der Dekonstruktion und Umwandlung des fotografischen Bildes selbst«, sagt Strömberg. Sirens outlook (2024) ist ein handgeblasenes Glasvolumen, das auf einem umfunktionierten Metallstativ balanciert – zwei Materialien, die zusammenkommen, im Dialog, im Gleichgewicht.

Strömberg hat einen M.A. in Fine Art Photography und History of Photography von der FAMU, Akademie der Darstellenden Künste in Prag, sowie einen B.A. in Fine Art vom Camberwell College of Art, London. Seine Arbeiten wurden überwiegend in institutionellen Kontexten in Schweden, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Deutschland, Italien, Polen, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Österreich, Belgien, Schottland, Japan, den USA, Südkorea und Martinique ausgestellt.

Abbildung: Martin Mlecko, Piccoli 1993–2013