Sibiry, ein Choreograf aus Burkina Faso, lebt heute in Finnland und steht zwischen zwei Welten. In seinem ursprünglichen Heimatland gilt er als privilegierter Europäer, während er in Finnland nach Anschluss sucht. Jenni Kivistö und Jussi Rastas begleiten ihn auf seiner Suche nach Zugehörigkeit, zeigen seine Arbeit als Tänzer sowie seinen Versuch, den komplexen gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden. Mit zeitgenössischem Tanz und beobachtender Kamera findet der Film Zugänge zu einer komplexen Auseinandersetzung mit Identität, Migration und kolonialen Prägungen. Dabei reflektieren Kivistö und Rastas auch ihren eigenen Einfluss als europäische Filmschaffende auf die Realität, mit der Sibiry täglich umgehen muss.
R: Jenni Kivistö, Jussi Rastas | Finnland/Frankreich/Burkina Faso | 2025 | 88 min
Original (Finnisch, Französisch) mit englischen Untertiteln
Q&A im Anschluss: Die Vorführung am 11. April 2026 wird von einem Gespräch mit Jussi Rastas und Jenni Kivistö begleitet.
Foto © Silent Legacy