Das 32. Jüdische Filmfestival Berlin | Brandenburg (5.–10. Mai 2026) hat einen »Nordic Jewish Focus« – und lädt in diesem Rahmen zum Talk sowie zum Filmabend mit mehreren Kurzfilmen und einem Spielfilm im Felleshus ein. Zuvor findet im Felleshus der (nicht öffentliche) Branchentreff JFB Pro statt.
17 Uhr_Podiumsgespräch
Jüdischkeit im nordischen Film – Einzelfälle oder Regel?
Welche Rolle spielen jüdische Themen im Kino Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund und welche Chancen auf Filmförderung und an den Kinokassen haben sie?
Mit Nina F. Grünfeld, Regisseurin; Uta Arning, Regisseurin; Rebecca Pruzan, Produzentin; Gideon Bolotowsky, Ehrenvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Helsinki (angefragt)
Moderation: Bernd Buder, Programmdirektor JFBB
(In englischer Sprache)
18:10 Uhr_Nordic Shorts – Kurzfilmprogramm
Dockan Glick / A Doll Named Glick
Schweden 2026, animation, d: Uta Arning. 11‘
Danielle hat Geburtstag, und ihre Mutter hat wieder keine Zeit für sie. Stattdessen bekommt die Neunjährige Besuch von einer seltsamen, warmherzigen Puppe, die sich als Moishe Glick vorstellt: ihr Großvater, der auf Jiddisch mit dem Mädchen plaudert.
Mischmasch
Schweden 2023, doc, d: Uta Arning, 30‘
Spiel der Gegensätze: eine Amateur-Theatergruppe führt August Strindbergs »Ein Traumspiel« auf – auf Jiddisch! Ausgerechnet ein Stück, das vielen als humorlos gilt, und deren Autor von manchen als Antisemit bezeichnet wird.
Parents
Dänemark 2025, fic, d: Jonas Lajboschitz, 19‘
Der 35-jährige Noah kümmert sich um seinen dementen Vater. Ein Leben zwischen Routine, Zuneigung und Trauer, denn da ist auch noch ein anderer Schicksalsschlag zu verarbeiten. Wie und wann könnte ein normales Leben wieder anfangen, und was ist das überhaupt?
Snipped
Dänemark 2025, fic, d: Alexander Saul, 16‘
Ein Konvertit auf dem OP-Tisch, ein muslimischer Arzt – und eine Beschneidung: Diese kluge, temporeiche Komödie verhandelt Identität, Männlichkeit und Koexistenz mit scharfem Messer und noch schärferem Witz.
20 Uhr_Spielfilm
Never Alone
Finnland, Deutschland, Estland, Österreich, Schweden 2024, R: Klaus Härö, 85’
Europa im Zweiten Weltkrieg: Finnland steht während der ersten Kriegsjahre an der Seite Nazi-Deutschlands. Der finnische Ministerpräsident verweigert die von Deutschland geforderte Ausweisung der finnischen Jüdinnen und Juden. Doch was geschieht mit denjenigen, die vor der Nazi-Herrschaft nach Finnland geflohen waren? Der Geschäftsmann Abraham Stiller setzt sich für die Geflüchteten ein, aber es gelingt ihm nicht, alle zu retten.