Die norwegische Künstlerin A K Dolven zeigt in St. Matthäus Arbeiten, die geologische, historische und persönliche Zeit ineinanderfließen lassen. Eine Einladung, sich selbst in einem Zeitgefüge zu begegnen, das weit über uns hinausreicht.
Eine Skulptur aus arktischem Marmor, eine Stimme, die über einen Lofoten-See ruft und verwandelt zurückkehrt, tägliche Zeichnungen, die in einer Zeit der Isolation das Verstreichen der Zeit und die eigene Anwesenheit bezeugen, eine Tulpe zwischen Vergehen und Auferstehung: All diese Werke verbindet die Frage nach Berührung und Zeit. Eine Hand auf dem Stein. Der Pinsel auf dem Blütenblatt. Die Stimme, die jede·n Zuhörer·in erreicht. Die Arbeiten treffen auf einen Raum, der es seit langem gewohnt ist, Stimmen zu vernehmen, die sich an das richten, was sich dem Blick entzieht.
Abbildung: A K Dolven, Arctic Marble, 2026 (Detail) © VG Bild-Kunst, Bonn, 2026 / A K Dolven Studio. Foto: Thora Dolven Balke