Die Ausstellung »Aionara« ist eine Einladung, über die Linearität der Zeit hinauszudenken – im Sinne von »Deus non transeat«: jenes kostbaren Augenblicks, in dem das Vergängliche innehält und das Unsichtbare sichtbar wird. Sie widmet sich den Spuren, die Erinnerung, Materie und Bewusstsein hinterlassen, und eröffnet einen Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und dem, was sich jeder zeitlichen Einordnung entzieht.
Die versammelten künstlerischen Positionen erkunden die vielfältigen Erscheinungsformen von Zeit, Transformation und menschlicher Existenz. Zwischen Figuration und Abstraktion, organischer Materialität und konzeptueller Verdichtung entstehen Werke, die nicht das Sichtbare abbilden, sondern jene Räume erfahrbar machen, in denen Erinnerung, Wahrnehmung und Imagination miteinander verschmelzen. Malerei, Skulptur und raumgreifende Arbeiten begegnen einander als eigenständige Stimmen eines vielschichtigen Narrativs, das den Blick auf das Wesentliche lenkt: auf das Bleibende im Wandel.
Arbeiten von Anne Dohrenkamp, Kicki Edgren (SE), Karin Scheibel-Steidinger und Ulrik Schjerbeck (DK).