Finnland
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Oper

Arttu Kataja

Zwei Produktionen an der Staatsoper mit dem finnischen Bariton

2. Okt 2026 bis 5. Feb 2027

Der finnische Bariton Arttu Kataja ist an der Staatsoper Unter den Linden in zwei Produktionen zu erleben:

Arttu Kataja als Figaro in »Le nozze di Figaro«
Opera buffa in vier Akten (1786)
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Lorenzo Da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Unser Figaro macht Ferien: In einer Villa am Meer, in der Sommerfrische, kochen die Emotionen hoch, werden alte Rechnungen beglichen und Intrigen gesponnen. Am Ende dieses „tollen Tages“ jedoch steht das Verzeihen: Wieder einmal hat die Liebe gesiegt und lässt alle zufrieden zurück: Graf und Gräfin, Figaro und Susanna, Bartolo und Marcellina – und selbst Cherubino, der zuvor alles durcheinander gewirbelt hat.

Mozarts besonderes Interesse galt dem Musiktheater, der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der „Da-Ponte-Opern“, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro, schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer „musikalischen Komödie“ geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Jürgen Flimms Inszenierung erweckt Mozarts komödiantisches Meisterwerk zum Leben, indem sie den Figuren Raum gibt, im entspannten Ambiente, auf dem Lande nahe beim Meer, ihre Gefühlswelten zu eröffnen, ihre Wünsche und Neigungen zu artikulieren sowie Konflikte zu schärfen und wieder zu lösen.
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Arttu Kataja als Angelotti in »Tosca«
Melodramma in drei Akten (1900)
Musik von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou

Als der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi heimlich einem politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen versucht, glaubt seine Geliebte, die berühmte Sängerin Floria Tosca, er betrüge sie mit einer anderen Frau. Der skrupellose Polizeichef Scarpia nutzt ihre Eifersucht, um Cavaradossi zu überführen und verlangt anschließend im Gegenzug für die Freilassung des Geliebten eine Nacht mit Tosca.

Mit einer stringenten Dramaturgie und ausgeprägtem Realismus schuf Puccini eines seiner schroffsten und dramatischsten Werke – einen Meilenstein der Operngeschichte. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Napoleons Revolutionsheer und den habsburgisch-päpstlichen Truppen im Jahr 1800, der den Protagonisten der Oper zum Verhängnis wird, entführt Puccini den Zuhörer akustisch ins Zentrum Roms: in die Kirche Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg, denen der Komponist je ein eigenes musikalisches Kolorit verlieh. In der Inszenierung des lettischen Schauspielregisseurs Alvis Hermanis bewegen sich die Sängerinnen und Sänger in einer psychologisch dichten Erzählung, verlegt in die Entstehungszeit der Oper um 1900. Die szenische Darstellung wird durch einen aufwendig gestalteten Graphic Novel der Bühnen- und Kostümbildnerin Kristīne Jurjāne ergänzt, der an den Originalschauplätzen des 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt und auf ein Bühnenbild von monumentaler Repräsentationsarchitektur projiziert wird.
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Veranstalter: Staatsoper Unter den Linden
Foto: Staatsoper Unter den Linden