Eine frisch verheiratete Frau sehnt sich obsessiv nach einem gelben Regenschirm. Ein Ehemann verjagt die geliebte Katze seiner Frau. Eine betrogene Mutter entlässt impulsiv ihre Haushälterin. Unter der Oberfläche dieser scharf beobachteten Geschichten über Liebe und Beziehungen im Kopenhagen des 20. Jahrhunderts pulsieren Verlangen und Verzweiflung. Während vor allem die Frauen darum kämpfen, den ihnen zugewiesenen Rollen zu entkommen, träumen sie davon, frei und glücklich zu werden. – In ihrem Kurzgeschichtenband »Böses Glück« kartografiert die erst kürzlich wiederentdeckte Autorin Tove Ditlevsen (1917–1976) Momente des Alltags, die ein Leben in eine andere Richtung wenden. In seiner Inszenierung verschränkt der belgische Regisseur und Schauspieler Benny Claessens Motive der dänischen Autorin mit einem neuen Text ihrer Landsfrau Olga Ravn.
Abbildung: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz