Zum Abschied ein Fest: Mit zwei Konzerten und einem buchstäblich traumhaften Sommerprogramm verabschiedet sich das DSO unter der Leitung von Dalia Stasevska in die Spielzeitpause. Die Abende stimmen ein mit bedächtigen, aber klangprächtigen Meisterwerken aus dem Frankreich des Fin de Siècle: Debussys ›Claire de lune‹ sowie Faurés Pavane in ihrer Urfassung mit Chor sind die Essenz französischer Eleganz. Und Lili Boulanger behandelt in ihrem »alten buddhistischen Gebet«, das kurz vor ihrem viel zu frühen Tod entstand, mit eindrucksvollem Choreinsatz die Themen Frieden, Erlösung und Toleranz.
Lustvoll-märchenhaft geht es in der zweiten Hälfte weiter, wenn Elfen und Rüpel Einzug in die Philharmonie halten. Mendelssohns Musik zu Shakespeares ›Ein Sommernachtstraum‹ ist Klangmagie pur: Verspielte Harmonien, majestätische Fanfaren und der berühmte Hochzeitsmarsch entführen das Publikum in eine Welt voller Eleganz, Witz und Emotion. Dalia Stasevska bringt mit feinem Gespür für Nuancen und lebendiger Energie diese zauberhafte Musik zum Strahlen, während Schauspielerin Katja Riemann mit Charme und Leichtigkeit durch den Abend führt. Zu hören ist u. a. die norwegische Sopranistin Mari Eriksmoen.
Programm
Lili Boulanger
›Vieille prière bouddhique‹ für Chor mit Tenorsolo und Orchester
Gabriel Fauré
Pavane für Chor und Orchester
Claude Debussy
›Clair de lune‹, bearbeitet für Orchester von André Caplet
Felix Mendelssohn Bartholdy
›Ein Sommernachtstraum‹ für Soli, Sprecherin, Frauenchor und Orchester
Mitwirkende
Dalia Stasevska (FIN) Dirigentin
Katja Riemann Sprecherin
Mari Eriksmoen (NO) Sopran
Patricia Nolz Mezzosopran
Joohoon Shin Tenor
Rundfunkchor Berlin
Ines Kaun Choreinstudierung
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Die in Kyiv geborene finnische Musikerin Dalia Stasevska, die für ihr Charisma und ihre Vielseitigkeit gelobt wird, ist Chefdirigentin des Lahti Symphony Orchestra und Künstlerische Leiterin des Internationalen Sibelius-Festivals. Außerdem ist sie Erste Gastdirigentin des BBC Symphony Orchestra. Sie ist mehrfach bei den BBC Proms aufgetreten und dirigierte die Last Night of the Proms im Jahr 2022. 2018 leitete sie das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra bei der Nobelpreisverleihung in Stockholm.
Die norwegische Sopranistin Mari Eriksmoen studierte an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo, am Conservatoire National Supérieur Paris und der Königlich Dänischen Opernakademie Kopenhagen. 2007 war sie Finalistin der Queen Sonja International Competition und 2008 des Internationalen Hans Gabor Belvedere Wettbewerbs in Wien. 2010 gelang ihr nur wenige Monate nach Abschluss des Studiums der internationale Durchbruch, als sie vom Theater an der Wien für die Rolle der Zerbinetta in Strauss‘ ›Ariadne auf Naxos‹ engagiert wurde.
Seitdem erhielt sie Einladungen an renommierte Bühnen wie die Komische Oper in Berlin, die Bayerische Staatsoper, die Oper Frankfurt, an die Opéra de Lille, das Grand Théâtre de Luxembourg, die Norske Opera, die Mailänder Scala, Opera Vlaanderen und das Opernhaus Zürich. Große Erfolge feierte Mari Eriksmoen im Frühjahr 2014 in der Mozart-da-Ponte-Trilogie am Theater an der Wien unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt. Zudem gastierte sie beim Lucerne Festival, in Aix-en-Provence, Glyndebourne und war zu Gast bei den BBC Proms in London.
Veranstalter: DSO Berlin
Foto Dalia Stasevska: Promo