Wenn wir allen Kriegen ein Ende setzen wollen, müssen wir anfangen, über die Realitäten des Krieges zu sprechen und jene Personen kennenlernen, die für den Frieden gekämpft haben. Dieser Kampf kann sich auf Religionen, Ideologien oder politische Bewegungen stützen und Instrumente wie Pazifismus, Gewaltlosigkeit und Kriegsdienstverweigerung nutzen. Doch was wissen wir wirklich über die großen Ideen hinter der Friedensarbeit?
In ihrem Essay »Krieg ist Verachtung des Lebens« (Kommode Verlag) behandelt die Journalistin Linn Stalsberg das Thema »Friedensarbeit« und damit verbunden viele andere: Die aktuellen Kriege und bewaffneten Auseinandersetzungen, die wachsende Militarisierung unserer Zeit und die große Klima- und Naturkrise, in der diese stattfinden. Kaum etwas ist so zerstörerisch für den Planeten wie die industrielle Produktion und Anwendung von Rüstungsgütern. Sowohl die Arbeiter- als auch die Frauenbewegung haben immer für den Frieden gekämpft. Muss sich heute die Friedensbewegung auch mit der Umweltbewegung im Kampf für alles Lebendige verbünden?
Linn Stalsberg ist eine norwegische Journalistin, Soziologin, Debattiererin und Autorin. Sie hat einen Master in Soziologie von der London School of Economics und arbeitete als Journalistin für Verdens Gang, Dagbladet, NRK und Amnesty Norway. Derzeit ist sie freie Autorin und Kolumnistin, u. a. schreibt sie für die linke norwegische Zeitung Klassekampen. In ihren Büchern kritisiert sie den neuen Liberalismus und das kapitalistische System des Westens.
Foto: Eivind Rutle