Eine junge Frau kehrt in ihre norddeutsche Heimat zurück. Eine Versöhnung mit der Gegend und der Mutter, die im Sterben liegt. Eine Liebeserklärung.
Die Ich-Erzählerin ist zurück im Elternhaus. Schleswig-Holstein: Salzwiesen. Vogelschwärme. Windräder. Die Gegenwart wird zum Stillleben, während die Zeit rückwärtsläuft: Die dominante Mutter, evangelische Pastorin, die Pumps trägt zum Talar. Die von April bis Oktober auf Strümpfe verzichtet. Die heiße Kartoffeln stets mit den bloßen Fingern pellt. Die ihr Kind im Supermarkt vergisst. Die jetzt eine Echthaarperücke trägt und ihre eigene Beerdigung plant. – Wie geht vergeben, wenn nicht mehr viel Zeit bleibt? Marie-Louise Monrad Møller verbindet Komik und Tragik zu einem außergewöhnlich schönen Debütroman.
»Berührend, überraschend komisch und mit großer Klarheit wird hier von einer jungen Frau erzählt, für die der Tod plötzlich allgegenwärtig ist. Und von Familiendynamiken, die so tief gehen, dass ein Entkommen unmöglich scheint.« Mascha Unterlehberg
Marie-Louise Monrad Møller (*1986 in Odense) ist promovierte Kunsthistorikerin und hat Literarisches Schreiben studiert. 2022 erhielt sie ein Stipendium des Landes Schleswig-Holstein für die Arbeit an ihrem Debüt-Roman, der jetzt erscheint. Bisherige literarische Veröffentlichungen u. a. in Metamorphosen, Das Narr, Honich.
Lotti Mischke (Moderation) arbeitete nach ihrem Studium in den Niederlanden und dem Master in der Angewandten Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin u. a. für die Verlage Kein & Aber, S. Fischer sowie zuletzt Kanon.