Harry Martinson (geboren 1904 in Jämshög, gestorben 1978 in Stockholm), 1974 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, hinterließ ein vielgestaltiges Werk, darunter Romane, Reisebeschreibungen und einige Gedichtbände. Zentralgestirn seines Œuvres ist jedoch die legendenumwitterte, düstere Space-Opera »Aniara – Eine Revue über den Menschen in Zeit und Raum« (1956), ein Langpoem in 103 Teilen.
Geschrieben wurde es ziemlich genau fünf Jahre, bevor sich Kris Kelvin auf der Solaris-Forschungsstation einquartierte, und zehn Jahre, bevor Captain James T. Kirk mit seiner Crew auf der Enterprise in unendliche Weiten aufbrach.
Über 60 Jahre nach einer mittlerweile etwas verstaubten Übersetzung von Herbert Sandberg erschien jetzt im Guggolz Verlag eine neu übertragene Fassung von Lena Mareen Bruns. Der alte Firnis ist abgenommen, »Aniara« erstrahlt in neuem Glanz.
In Lesung & Gespräch: Dietmar Dath, Anna Hallberg
Moderation: Sebastian Guggolz
Die Veranstaltung wird schwedisch-deutsch gedolmetscht.